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Für Mundart im Kindergarten

 

„Für Mundart im Kindergarten“ ,

JSVP Luzern lanciert Initiative!

 

Es ist soweit , die Junge SVP Luzern lanciert ihre 1. kantonale Volksinitiative in ihrer 10-jährigen Parteigeschichte. Die Initiative „Für Mundart im Kindergarten“ will, dass im Kindergarten wieder ausschliesslich in Mundart unterrichtet wird. Das sorgfältig geplante Begehren hat zum Ziel, die Integration von Ausländern zu verbessern und Werte wie Heimatverbundenheit und Identität zu stärken.

 Die Initiative

Die Volksinitiative ist in Form der Anregung gehalten und bezweckt eine Änderung des Gesetzes über die Volksschulbildung. Der Initiativtext im Wortlaut:

 „Unterrichtssprache in der Kindergartenstufe ist grundsätzlich die Mundart.“

 Der Sammelstart zur Initiative erfolgt am Samstag, 16. Oktober 2010, mit der Veröffentlichung im Luzerner Kantonsblatt. Innerhalb eines Jahres (bis zum 15. Oktober 2011) sind 4’000 beglaubigte Unterschriften zu sammeln. Die Junge SVP will die nötigen Unterschriften so schnell wie möglich zusammenbringen.

 Ausgangslage

Die Mundart, unsere Umgangs- und Muttersprache, wird je länger, je mehr verdrängt. So hat der Luzerner Regierungsrat 2004 beschlossen, die Standardsprache (Hochdeutsch) in der Volksschule zulasten der Mundart verstärkt zu gewichten. Im Kindergarten gilt seit dem Schuljahr 2006/2007: „Die Kinder werden zum Gebrauch der Standardsprache angeregt und darin gefördert. Die Lehrperson soll im Unterricht die Standardsprache regelmässig verwenden und pflegen“. In der Praxis gilt die Direktive: Der Unterrichtsanteil in hochdeutscher Sprache im Verhältnis zur Mundart ist im Kindergarten etwa 2/3 zu 1/3 zu halten. 

Die Kampagne

Am 20. Oktober 2010 werden die Unterschriftenbogen in alle Haushaltungen des Kantons Luzern verschickt werden. Begleitet wird die Unterschriftensammlung von einer kantonalen Plakatkampagne ab dem 24. Oktober 2010. Das Sujet zeigt einen Schweizer Kindergärtler, auf dessen Gesicht ein gross bemaltes Schweizer Kreuz prangt. Dazu steht das typisch Schweizerische Grusswort „Grüezi“! Dieses Sujet soll Heimat, Identität und Patriotismus zum Ausdruck bringen. Das Kind symbolisiert Stolz und Kraft und steht somit im Widerspruch zur Gleichmacherei und zur Globalisierung.

 

Argumente

 Die Mundart ist Kulturgut

Unsere Schweizer Dialekte sind ein Kulturgut, das wir pflegen wollen. Versli, Lieder, Singspiele und Märchen sind Schätze, die wir auf keinem Fall verlieren wollen. Lassen wir unseren Kleinsten doch wenigstens im Kindergarten noch die Mundart. Der Ernst des Lebens und all die Normierungen kommen noch früh genug.

 

Mundart integriert Fremdsprachige besser

Es ist wichtig und erstrebenswert, dass möglichst alle in der Schweiz lebenden Kinder die Umgangssprache beherrschen. Für die Integration von Ausländern spielt das Schweizerdeutsche eine zentrale Rolle. Fremdsprachige Kinder müssen daher unbedingt die Möglichkeit erhalten, die Mundart zu erlernen. Gibt es eine bessere Form, sich erfolgreich zu integrieren und ein Gefühl der Dazugehörigkeit zu entwickeln als über das Beherrschen einer Sprache? Zudem ist die Mundart für viele ausländische Kinder keineswegs fremder als das Hochdeutsche selber.

 Die emotionale Bedeutung der Mundart

Der pädagogische Nutzen der vorschnell entschiedenen Massnahme „Hochdeutsch im Kindergarten“ ist in keiner Weise nachgewiesen. Der Entscheid, mit Kindern im Vorschulalter Standardsprache zu sprechen, hat tiefgreifende Folgen. Pädagogen sprechen davon, dass wir hier einen sehr verletzlichen Bereich in der Seele des Kindes berühren. Die Muttersprache kommt von Herzen, die Hochsprache mehr vom Kopf. Wer mit kleinen Kindern Hochsprache spricht, geht , für das Empfinden des Kindes , innerlich auf Distanz und die Beziehung kühlt sich ab. „Muesch ned brüehle, es god de scho weder verbii“ klingt für ein kleines Kind anders als „Wein doch nicht, es schmerzt bald nicht mehr“!

 

Früher Fremdsprachenunterricht umstritten

Die Erfolgsaussichten eines früheren schulischen Kontaktes mit einer Fremdsprache sind aus wissenschaftlicher Sicht gering. Die Spracherwerbstheorie besagt, dass die Erstsprache entscheidend für den Erwerb von weiteren Sprachen ist. Konkret heisst dies: Eine Förderung der Erstsprache, also der Mundart, fördert gleichzeitig auch den Erwerb von weiteren Sprachen, inklusive Hochdeutsch. 

Anian Liebrand, Präsident Junge SVP Luzern

 Für Rückfragen: Natel 079 810 11 91

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