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Nachdenken vor dem Wegwerfen

Um den Problem Herr zu werden setzt die SVP auf Eigenveranwortung, Erziehung, Prävention und es muss über ein Depotsystem der Hersteller nachgedacht werden. Also vor dem Wegwerfen oder Liegenlassen nachdenken! Stopp dem Littering!

Wir leben heute in einer modernen Gesellschaft. Die Kinder wachen in behüteten Verhältnissen auf und werden erwachsen. Sie geniessen eine ausgezeichnete Schulbildung. Speziell wird an den Schulen in «Natur Mensch Gesellschaft» gelehrt. Die Menschenrechte und ein Umweltbewusstsein werden immer bedeutsamer. Ein gesundes Klima liegt im Interesse aller. Die «Klimajugend» lässt nicht locker. Wie ist es dann möglich, dass Littering immer mehr zunimmt? Was geht in den Menschen vor, welche unachtsam ihren Unrat liegen lassen oder aus einem fahrenden Auto hinauswerfen?

Als Littering bezeichnet man das achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen. Der Abfall wie leere Getränke-, Essens-, Zigarettenverpackungen oder Zigarettenstummel wird dort weggeworfen, wo er gerade anfällt. Man findet ihn beispielsweise nach Konzerten, nach Menschenansammlungen, nach Demonstrationen auf Plätzen oder nach dem Campieren auf Campingplätzen. Aber auch bei Spaziergängen durch die Natur, auf Picknickplätzen oder beim Autofahren. Es entsteht für die Bauernfamilien Mehrarbeit, weil sie diesen Abfall auf ihren Feldern entfernen müssen. Machen sie es nicht, entstehen Kosten für ihre erkrankten oder im Extremfall verendeten Tiere. Der daraus resultierende volkswirtschaftliche Schaden ist die eine Seite und die andere Seite unsaubere Strassen oder Plätze schaden auch der einheimischen Tourismusbranche.

Die Entsorgung der Siedlungsabfälle ist eine Aufgabe der Gemeinden. Das Bundesamt für Umwelt schätzt, dass den Gemeinden durch Littering jährliche Kosten von rund 145 Millionen Franken entstehen. Was etwa 19 Franken pro Person und 20 % der Kosten der kommunalen üblichen Abfallentsorgung entspricht. Diese 145 Millionen Franken könnten doch anderweitig für nachhaltige Projekte eingesetzt werden. Die organischen Abfälle besitzen die kürzeste Verrottungszeit. Was ist aber mit den anderen? Die Verwesung dauert bei Zigarettenstummel eins bis fünf, bei Kaugummi etwa fünf, bei Getränkedosen etwa zweihundert und bei Plastikflaschen etwa vierhundertfünfzig Jahre.

Was läuft falsch, obwohl Präventions- und Aufklärungsarbeit an den Schulen stattfindet? Es werden zum Beispiel «Clean-up-days» in Gemeinden organisiert. Gesamtschweizerisch ist die IG saubere Umwelt (IGSU) aktiv und setzt sich für eine saubere Schweiz ein. In Zusammenarbeit mit dem Bauernverband wurde entlang von vielbenutzten Strassen die «Anti-Littering-Plakate mit Kuhmotiven» lanciert.

Heute können gegen Sünder Ordnungsbussen ausgesprochen werden. Diese Massnahme zeigt scheinbar wenig Wirkung und die Polizei hätte sicher andere Aufgaben zu bewältigen.

Mit der Anfrage von Jost Troxler, a. Kantonsrat SVP und meinem Postulat «Präventionskampagne zu lancieren» wurde das Thema «Littering» nochmals im Kantonsrat sensibilisiert und fand bei den anderen Parteien eine grossmehrheitliche Unterstützung. Auch der Bund wurde anfangs Juni 2020 vom Parlament beauftragt, weitere Massnahmen gegen Littering zu ergreifen.

Um den Problem Herr zu werden setzt die SVP auf Eigenveranwortung, Erziehung, Prävention und es muss über ein Depotsystem der Hersteller nachgedacht werden. Also vor dem Wegwerfen oder Liegenlassen nachdenken! Stopp dem Littering!

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