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„Sorg ha zom Kulturguet Mundart“ – JA zu Mundart im Kindergarten!

Am Mittwoch, 28. August 2013, hat die SVP Kanton Luzern ihre Abstimmungskampagne für die Volksinitiative „Für Mundart im Kindergarten“ lanciert. Mit dem Slogan „Sorg ha zom Kulturguet Mundart“ engagiert sich die SVP mit einer breit angelegten Informationsoffensive für ein Ja zur Initiative und ein Nein zum Gegenentwurf, worüber am 22. September 2013 abgestimmt wird. SVP-Präsident Franz Grüter, SVP-Vizepräsidentin Lisa Zanolla und Parteisekretär Anian Liebrand präsentierten die Kampagne vor den Medien. 

Die Hauptargumente für Mundart im Kindergarten

Warum die Initiative?

JA zu Mundart im Kindergarten am 22. September 2013Warum Mundart im Kindergarten , warum die Debatte? Dafür muss man die Ursprünge kennen. Die Bemühungen der Bildungsdirektionen, landauf, landab, die Mundart in der Volksschule und den Kindergärten systematisch zurückzudrängen, sind nämlich eine Reaktion auf die Pisa-Studie aus dem Jahr 2000, die Schweizer Schülern ungenügende Lesefähigkeiten attestierte. In der Folge erklärten Bildungsbürokraten Frühsthochdeutsch als Allzweckwaffe gegen die ach so mangelhafte Deutschkompetenz der Schweizer Kinder. Es wurden Aktionspläne erstellt, von oben herab diktiert.

Die Situation heute

Der voreilig diktierten Fixierung auf das Hochdeutsche hat sich auch der Kanton Luzern angeschlossen. So gilt seit dem Schuljahr 2006/2007 für Kindergärten im Kanton Luzern: 2/3 des Unterrichts findet in Standardsprache (Hochdeutsch) statt. 2008 wollten die Behörden mit dem Einheitsschulprojekt HarmoS in Luzerner Kindergärten gar einen flächendeckenden Hochdeutschzwang verankern , der Souverän hatte diese Pläne jedoch mit über 60% Nein-Stimmen klar bachab geschickt. Der Trend ist klar: Die Mundart wird je länger, je mehr verdrängt. Wir finden: Das kann es nicht sein! Unsere Mundart und unsere Schweizer Dialekte bedeuten Heimat und Identität. Sie in ihrer Vielfalt zu pflegen und zu erhalten hat nur Vorteile!


Fachleute bestätigen: Frühsthochdeutsch nützt nichts!

Wichtig zu wissen: Hochdeutsch im Kindergarten kam nur deshalb aufs Tapet, weil gewisse Bürokraten dachten, die Kinder seien dann später besser in Lesen und Schreiben. Die Behauptung, dass Kinder generell besser Hochdeutsch können, wenn sie bereits im Kindergarten in Standardsprache unterrichtet werden, ist jedoch klar falsch. So hat sich unterdessen landesweit Ernüchterung breit gemacht, was den Nutzen von Frühsthochdeutsch angeht. Mängel in Lesen und Schreiben haben vielfältige Gründe, die vorwiegend auf fragwürdige Experimente in der Volksschule zurückzuführen sind (Unzählige Schulreformen, Abkehr vom Leistungsprinzip etc.). Hochdeutsch im Kindergarten bringt keine nachhaltige und bessere Sprachkompetenz.

Mundart ist dem Kind näher

Auch der pädagogische Nutzen der vorschnell entschiedenen Massnahme „Hochdeutsch im Kindergarten“ ist in keiner Weise nachgewiesen. Wer mit kleinen Kindern in Hochsprache spricht, geht , für das Empfinden des Kindes , innerlich auf Distanz und die Beziehung kühlt sich ab. „Muesch ned brüehle, es god de scho weder verbii“ klingt für ein kleines Kind anders als „Wein doch nicht, es schmerzt bald nicht mehr“! Vielmehr ist eine gesunde Bindung zur Muttersprache ein entscheidender emotionaler Pfeiler in der Entwicklung eines Kindes.

Effizienteste und günstigste Integration

Es ist wichtig und erstrebenswert, dass möglichst alle in der Schweiz lebenden Kinder die Umgangssprache beherrschen. Für die Integration von Ausländern spielt dabei das Schweizerdeutsche eine zentrale Rolle. Fremdsprachige Kinder müssen daher unbedingt die Möglichkeit erhalten, die Mundart möglichst früh und umfassend zu erlernen. Gibt es eine bessere Form, sich erfolgreich zu integrieren und ein Gefühl der Dazugehörigkeit zu entwickeln als über das Beherrschen der Umgangssprache? Wohl kaum , und die Integration über die Mundart ist erst noch viel effizienter als teure Sozialprogramme und Extradeutschkurse. Zudem ist die Mundart für viele ausländische Kinder keineswegs fremder als das Hochdeutsche selber. Kein Wunder, sind auch viele Secondos für die Mundart-Initiative!

Kulturgut Mundart erhalten

Unsere Schweizer Dialekte sind ein Kulturgut, das wir erhalten wollen. Versli, Lieder, Singspiele und Märchen sind Schätze, die im Kindergarten gebührenden Platz verdient haben , und nicht „wegrationalisiert“ werden dürfen. Die Schweiz soll doch nicht das einzige Land auf der Welt sein, das freiwillig die eigene Sprache im Kindergarten an den Rand drängt! Unserer vielfältigen Dialekte brauchen wir uns doch nicht zu schämen.

Breite Kampagne

Anfang September 2013 erscheint die Parteizeitung der SVP Kanton Luzern, der „SVP Kurier“, in einer Grossauflage von knapp 200’000 Exemplaren in allen Haushaltungen des Kantons Luzern. Der Schwerpunkt dieser Sonder-Ausgabe bilden die Mundart-Initiative und der Einsatz für die bedrohte Privatsphäre in der Schweiz. Mit einer flächendeckenden Plakatkampagne im trendigen Edelweiss-Sujet setzt die SVP auf den Wert der Schweizer Mundart als Kulturgut. Die Mundart-Initiative ist zudem das Schwerpunkt-Thema der neusten Ausgabe des SVP Luzern TV, die ab sofort unter youtube.com/svpkantonluzern im Internet zu sehen ist.

Ein besonderes Augenmerk legt die SVP auf ein Nein zum Gegenentwurf zur Initiative. Dieser ist starr, unflexibel und ein verzweifelter Versuch, der Initiative das Wasser abzugraben. Darum JA zum Original und Nein zum Imitat.

SVP Kanton Luzern

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