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Selbstversorgung sichern – Nein zur Massentierinitiative

Pro Natura spricht sich für ein Ja zur Massentierhaltungs-Initiative aus, mit der Begründung wir hätten in der Schweiz zu hohe Nutztierbestände, was wiederum schlecht für das Tierwohl, die Biodiversität und das Klima sein soll.

Mit den in der Schweiz gehaltenen Nutztieren kann die Selbstversorgung aktuell je nach Tierkategorie zu 60 bis 90 Prozent abgedeckt werden. Auf Grund der aktuellen Geschehnisse in Europa wird die Selbstversorgung auch in Zukunft immer wichtiger. Gemäss Bericht sei in den letzten 20 Jahren die Zahl der Nutztiere um die Hälfte angestiegen, während die Zahl der Betriebe in der gleichen Zeit abgenommen habe. Man stelle dies jedoch ins Verhältnis mit der Zahl der Bevölkerung, welche stetig massiv und schnell ansteigt und die Lebensmittel benötigt und auch konsumiert. Der Rückgang von Betrieben ist zum Teil auch mit Betriebsgemeinschaften zu erklären. Ausserdem heisst es noch lange nicht, dass wenn weniger Betriebe Tiere halten, die Tiere automatisch von schlechterem Tierwohl betroffen sind. In der Schweiz haben wir weltweit eines der strengsten Tierschutzgesetze mit extrem hohem Tierwohl und Bestandesgrenzen.

Bezüglich Biodiversität werden ständig die Bauern gefordert. In der Schweiz sind jetzt schon 19 Prozent der Landwirtschaftlichen Flächen Biodiversitätsflächen. Diese sollen sogar gemäss Bundesrat noch erhöht werden, wo wiederum bestes Kulturland für Lebensmittelproduktion verloren gehen wird. Aber was trägt die private Bevölkerung oder die Industrie, das Gewerbe zur Biodiversitätsförderung bei? Nichts! Im Gegenteil, es wird nur munter bestes Kulturland verbaut und zugepflastert. Ständig wird der „Schwarze Peter“ den Bauern zugeschoben, dass sie mit Gülle und Mist die Umwelt und Biodiversität beeinträchtigen. Aber es ist inzwischen nachgewiesen, dass sich etliche schädliche Stoffe in Gewässern und Böden finden lassen, die nicht aus der Landwirtschaft stammen, sondern wiederum aus Industrie und Gewerbe und nicht zu vergessen von den privaten Haushalten.

Die Selbstversorgung muss in der Schweiz gewährleistet bleiben. Mit der Reduktion von Nutztieren wird nur der Import gefördert, wo wir keinen Einfluss auf Haltungsbedingungen nehmen können und die „Herumkarrerei“ der Waren ist aus ökologischer Sicht auch nicht förderlich für die Umwelt.
Die regional produzierende Schweizer Landwirtschaft muss dringend gestärkt werden und zwar längerfristig.

Cornelia Birrer,

dipl. Lerncoach Reitpädagogik, Bäuerin, Grosswangen

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