Ortspartei Aktuelles
Geradliniger Kurs damit die Schweiz auch in Zukunft Schweiz bleibt!
(Jubiläumsanlass 20 J. SVP Ortspartei (OP) Schenkon im Begegnungszentrum) –
Nach einem reichhaltigen Apéro eröffnete Kantonsrat Pius Müller die sehr gut besuchte Veranstaltung und begrüsste unter anderen Nationalrat Franz Grüter aus dem benachbarten Eich, sämtliche Gemeinderäte Schenkons sowie den Hauptreferenten des Abends, (noch) Nationalrat Adrian Amstutz, Sigriswil, der als echter “Grüner” mit dem Zug angereist war. – Gemeindepräsident Patrick Ineichen bezeichnete in seiner Gratulationsrede die SVP-Ortspartei als wertvollen Bestandteil des Erfolgsmodells Schenkon. Insbesondere das Wirken von Gemeinde- und Kantonsrat Rolf Bossart wie auch der SVP-Kommissionsmitglieder seien als durchwegs bereichernd für die Gemeinde zu werten. – Nach einem reichhaltigen Nachtessen, das vom “Zellfeld-Team” serviert wurde, trat Nationalrat Adrian Amstutz ans Rednerpult und eröffnete sein Referat mit den Worten: “Liebe Chefinnen und Chefs”. Nach 20 Jahren im Nationalrat trete er nun wieder in die höchste Ebene auf, nämlich zum Volk, das in der direktdemokratischen Schweiz die höchste Instanz sei. Die SVP müsse weiterhin dafür sorgen, dass dies so bleibe und nicht Grosskonzerne und ausländische Institutionen und supranationale Organisationen via Druck auf Parlament und Bundesrat das Zepter übernehmen würden. Es dürfe nicht mehr vorkommen, dass vom Volk angenommene Initiativen wie diejenige zur Masseneinwanderung oder zur Ausschaffung krimineller Ausländer nicht umgesetzt würden. Dadurch frustrierte Leute dürften nicht länger die Faust im Sack machen und Wahlabstinenz üben, denn sonst würden die ländlichen Gebiete immer mehr von den linksgrün dominierten Städten mayorisiert. Trotz der Wahlverluste von knapp 4% bleibe die SVP mit Abstand die wählerstärkste Partei und müsse ihren nationalliberalen Kurs strikte weiterverfolgen. Das Volk werde mit der Zeit merken, dass Verbote, Abgaben und Planwirtschaft den Klimawandel nicht aufhalten, sondern bloss den von den Vorfahren hart erarbeiteten Wohlstand schmälern würden. Der Rahmenvertrag mit der EU würde die Souveränität der Schweiz zerstören. Mit der Begrenzungsinitiative habe das Volk stattdessen die Möglichkeit, eine 10-Mio-Schweiz zu verhindern. In diesem Zusammenhang setze er auch auf die Jugend, die in der Mehrheit durchaus eine positive und gesunde Einstellung zu unserer einzigartigen Heimat hätte, schloss Amstutz seine vielbeklatschte Rede. – Nach dem vom Gemeinderat gespendeten Dessert und der Grussbotschaft von Kantonalpräsidentin Angela Lüthold-Sidler, in der sie die OP Schenkon als einer der bestorganisierten im Kanton bezeichnete, hielt alt Kantonsrat Guido Luternauer in seiner Chronik die wichtigsten Stationen in der Erfolgsgeschichte der SVP-Ortspartei fest: Nachdem dem Nein des Volkes zum EWR 1992, das gegen den Willen der damaligen bürgerlichen Parteien CVP und FDP erfolgt sei, habe die SVP auch ausserhalb der Stammlande Fuss fassen können. Nach der Gründung der Kantonalpartei im 1992 und der Amtspartei Sursee 1993 seien sukzessive auch die Ortsparteien entstanden, in Schenkon war dies 1999 der Fall und zwar gleichzeitig mit der Nominations-DV zur Ständeratswahl der kant. SVP, bei welcher der ebenfalls im Saal anwesende Walter Häcki portiert wurde und der damalige Nationalrat und nationale Parteipräsident Ueli Maurer die Hauptrede hielt. Relativ bald konnte die SVP mit seiner Person ab 2003 Einzug halten im Kantonsrat, in welchem sie heute sogar mit zwei Personen (Rolf Bossart und Pius Müller) vertreten ist. Ab 2004 war die SVP zudem ständig in allen Kommissionen und mit Ausnahme der Periode 2012-16 im Gemeinderat vertreten. Gleichzeitig habe man als junge Partei auch immer wieder versucht, wichtige Anliegen an der Gemeindeversammlung (GV) durchzubringen, wie z. B. die Wahl der Bürgerrechtskommission an der Urne statt der GV oder gar dem Ersatz der GV durch breiter abgestützte Urnenabstimmungen. Mit Ausnahme des erstgenannten Anliegens sei man damit zwar meist gescheitert, habe aber doch viel zum Meinungsbildungs-prozess beigetragen, meinte Luternauer. Heute sei es wichtig, gerade die jungen Leute auch auf den sozialen Medien anzusprechen, schloss er seine Chronik. – Mit seiner humoristischen und “internationalen” Darbietung strapazierte Kantonsrat Toni Graber als “Jacques Laveri” einmal mehr die Lachmus-keln des Publikums. Zudem lockerte in den Pausen die Ländlerkapelle Bieri/Brunner/Reichenbach die Veranstaltung mit ihren Klängen auf. Mit dem Dank von Pius Müller an alle Mitwirkenden und Besucher ging ein gelungener Anlass gegen Mitternacht zu Ende.
Robert Furrer, Oberkirch