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Leserbriefe

Zuwanderung verschärft den Fachkräftemangel

Noch selten wurde meiner Wahrnehmung nach in einem Abstimmungskampf mit derart vielen Angstargumenten operiert. Besonders gerne wird der drohende Zusammenbruch des Gesundheitswesens beschworen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt jedoch ein anderes Bild.

Jährlich wandern rund 1000 Ärzte sowie etwa 600 Pflegekräfte in die Schweiz ein. Selbst bei einem Zuwanderungsdeckel von 40’000 Personen pro Jahr hätten diese Fachkräfte problemlos Platz. Gleichzeitig wird das enorme Inländerpotenzial kaum ausgeschöpft. Im April 2026 waren über 12’500 Personen arbeitslos gemeldet, die zuletzt im Gesundheits- und Sozialwesen tätig waren.

Seit Einführung der Personenfreizügigkeit 2002 und der Ausweitung auf Osteuropa 2006 sind netto rund 2,2 Millionen Menschen in die Schweiz eingewandert. Da stellt sich die ketzerische Frage: Wie viele Menschen müssen eigentlich noch kommen, damit der Fachkräftemangel endlich verschwindet?

Die Realität ist vielmehr: Masslose Zuwanderung erzeugt zusätzlichen Fachkräftemangel. Wer jährlich netto rund 100’000 Menschen zusätzlich aufnimmt, muss enorme Infrastruktur bereitstellen. Das bedeutet unter anderem rund 45’000 zusätzliche Wohnungen, 500 Ärzte, tausende Pflegekräfte, über 100 Schulhäuser, rund 600 Schulklassen und 780 Vollzeit-Lehrpersonen.

Gleichzeitig wird unsere Landschaft immer weiter verbaut. In der Schweiz wird seit Jahren jede Sekunde rund ein Quadratmeter Boden überbaut. Dazu kommen zehntausende Tonnen zusätzlicher Abfall sowie ein massiv steigender Energiebedarf. Alle fünf Jahre braucht es zusätzlich ungefähr die Stromproduktion eines Kernkraftwerks wie Beznau I. Wer ehrlich über Nachhaltigkeit spricht, darf diese Entwicklungen nicht ausblenden.

Auch bei der Sicherheit darf nicht länger weggeschaut werden. Rund 72 Prozent der Gefängnisinsassen in der Schweiz besitzen keinen Schweizer Pass. Natürlich ist nicht jeder Ausländer kriminell. Aber diese Zahlen zeigen klar, dass unkontrollierte Zuwanderung auch gesellschaftliche Probleme mit sich bringt. Wir dürfen erwarten, dass sich Gäste in unserem Land anständig benehmen.

Die Schweiz muss selber bestimmen können, wer in unser Land kommt und in welchem Ausmass Zuwanderung stattfinden soll. Das ist keine extreme Forderung, sondern Ausdruck von Verantwortung gegenüber unserem Land, unserer Umwelt, unserer Infrastruktur und den kommenden Generationen. Nachhaltigkeit bedeutet auch, dass Wachstum Grenzen hat. Deshalb am 14. Juni JA zur Nachhaltigkeitsinitiative.

Thomas A. Hodel
Lindenmatthof 1
6247 Schötz
Kantonsrat SVP

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