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Eine echte Investition in die Zukunft

Franz Grüter„500 Informatik-Studenten im Enterprise?“, fragte die Surseer Woche in einer ihrer kürzlichen Ausgaben. Die Antwort auf diese Frage kann eigentlich nur lauten: „Wo sonst?“

Anlass für die Frage und den so übertitelten Artikel sind die Überlegungen an der Hochschule Luzern über ein Informatik-Departement. Bislang wird Informatik in den Departementen Wirtschaft und Technik & Architektur unterrichtet. Abklärungen des Konkordatsrats der Hochschule haben ergeben, dass bei der Ausgliederung in ein eigenes Departement mit 800 bis 1000 Informatikstudenten gerechnet werden könnte.

Die IT als wichtige Wachstumsbranche leidet schon seit Längerem unter einem grossen Fachkräftemangel. Als IT-Unternehmer bin ich mit diesem Mangel an hochqualifizierten Informatikern täglich konfrontiert. Eine Förderung der Informatikausbildung, wie sie die Schaffung eines eigenständigen Departements darstellte, ist der richtige Schritt, um dieser Entwicklung Gegensteuer zu geben. Statt immer mehr IT-Fachkräfte im Ausland zu rekrutieren, sollten wir sie besser selber ausbilden.

Wieso aber gerade in Sursee? Weil Sursee als Standort ideale Bedingungen für ein Informatik-Departement bietet. Die Stadt ist nicht nur ein regionales Wirtschaftszentrum mit ansehnlichem Wachstum, Sursee hat sich im vergangenen Jahrzehnt zu einer Art Silicon Valley der Zentralschweiz entwickelt. In keinem anderen Gebiet in der Region sind so viele IT-Unternehmen versammelt wie hier , darunter auch Firmen mit überregionaler Ausstrahlung wie etwa die Bison-Gruppe, Network 41, Full Speed Systems, A&F Computersysteme, BWO Systems, Swiss Infosec, Creanet, oder die Zeit AG, um nur einige zu nennen. Entstanden ist ein regelrechter IT-Cluster.

Auch diese Unternehmen sind auf hochqualifizierte Fachkräfte angewiesen. Die Hochschule vor Ort würde hier Abhilfe leisten. Sursee mit seinem IT-Firmen-Cluster wiederum bietet den richtigen Nährboden für Forschung und Know-how-Transfer. So würden Wirtschaft und Hochschule von der gegenseitigen Nähe profitieren und sich wechselseitig befruchten. Durch die Umsiedlung bekäme das neue Departement zudem gleich zum Start einen gewissen Stellenwert. Und mit dem Enterprise , einem repräsentativen und modernen Geschäftshaus mit Cafeteria und Bushaltestelle in nächster Nähe , steht auch schon das ideale Gebäude parat.

Noch ist nicht entschieden, ob es tatsächlich ein Departement Informatik an der Hochschule Luzern geben wird. Laut Medienberichten will der Konkordatsrat der Hochschule bis Ende 2013 über das weitere Vorgehen entscheiden. Meine Meinung zum Thema ist klar: Region und Hochschule brauchen das Departement , und Sursee ist der richtige Standort dafür! Es wäre klüger, der Kanton würde auf den unsinnigen Aufbau einer zweiten Wirtschaftsfakultät in Luzern verzichten, und das eingesparte Geld stattdessen in ein Informatik-Departement investieren. Das wäre eine echte Investition in die Zukunft der Region, die sich mit Sicherheit langfristig wirtschaftlich auszahlt.

 Franz Grüter, Präsident SVP des Kantons Luzern, Eich

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