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JSVP – Nein zum Volksschulbildungsgesetz!

Stopp Bildungsexperimente:

Nein zum Volksschulbildungsgesetz!

Die Junge SVP Luzern traf sich am Freitag, 29. April 2011, in Emmenbrücke zur Mitgliederversammlung. Im Zentrum stand die kantonale Abstimmung zur „Änderung des Volksschulbildungsgesetzes“ vom 15. Mai 2011. Die Mitglieder sagen einstimmig Nein zu „HarmoS durch die Hintertür“. 

Das neue Volksschulbildungsgesetz sorgte bei den Mitgliedern für rege und engagierte Diskussionen. JSVP-Präsident Anian Liebrand kritisierte, die vorliegende Gesetzesänderung sei im Kontext der fehlgeleiteten Bildungsexperimente vergangener Jahre zu sehen, deren Scheitern immer offensichtlicher werde. Obwohl der Souverän des Kantons Luzern im September 2008 mit über 60 % entschieden Nein zum HarmoS-Konkordat gesagt hatte, werden dem Volk nun zentrale Punkte von HarmoS via neues Volksschulbildungsgesetze erneut vorgelegt. Was vom Volk verworfen wurde, soll nun durch die Hintertüre doch noch umgesetzt werden. Dieses demokratiepolitisch fragwürdige Vorgehen wird von der JSVP Luzern nicht toleriert. 

Massiver Kostenzuwachs

Mit der „Änderung des Volksschulbildungsgesetzes“ werden die Gemeinden verpflichtet, einen zweijährigen Kindergarten anzubieten. Die Gemeinden können neu auch die umstrittene Basisstufe (zweijähriger Kindergarten plus 1. und 2. Primarklasse in einer Stufe vereint) anbieten. Dies führt de facto zu einer Abschaffung des klassischen Kindergartens und einer Einführung des 11. Schuljahres, was vom Souverän in der HarmoS-Abstimmung klar abgelehnt wurde. Weiter verursachen die Neuerungen einen massiven Kostenzuwachs, der die offiziell prognostizierten 18,1 Millionen Franken bei weitem übersteigen dürfte (erforderlicher Ausbau der Schulräumlichkeiten, höhere Lehrerpensen etc.). Vor allem die Basisstufe wird extreme finanzielle Mittel verschlingen, wobei der resultierende pädagogische Nutzen höchst fragwürdig ist.

Umstrittene Basisstufe

Die von Bildungsfunktionären als allselig machend gepriesene Basisstufe verspricht bessere Schüler durch altersgemischtes Lernen. Kinder verschiedener Altersstufen werden in ein und dieselbe Klasse nivelliert. 5-Jährige müssen sich dabei nicht nur gegenüber ihren gleichaltrigen „Gschpänli“ behaupten, sondern auch gegenüber 7- bis 8-jährigen Klassenkameraden. Dabei blenden die Befürworter bewusst aus, dass die Basisstufe schweizweit stark umstritten ist und vor dem Volk in einer Einzelsachabstimmung mit grosser Wahrscheinlichkeit keine Chance hätte. Gerade erst Ende April 2011 hat das Parlament des Kantons St. Gallen auf Antrag der CVP-Fraktion beschlossen, das Basisstufen-Pilotprojekt mangels Erfolg abzubrechen. Trotz des Krachens im Gebälk soll im Kanton Luzern die Basisstufe als vorderhand freiwillige Option für die Gemeinden gerettet werden. Die Gegner befürchten nicht zu Unrecht, dass die Basisstufe sowie der zweijährige Kindergarten über kurz oder lang doch verbindlich eingeführt werden.

 Die Junge SVP Luzern fragt sich: Ist es wirklich nötig, unsere Kinder von klein an zu drillen und das Schulsystem alle paar Jahre zu revidieren, so dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht? Geben wir unseren Kindern die Möglichkeit, sich in ihrer Kindheit altersgemäss entwickeln zu können.

Darum: Nein zu immer neuen Bildungsexperimenten. Nein zur Änderung des Volksschulbildungsgesetzes vom 15. Mai 2011!

Freundliche Grüsse

Anian Liebrand, Präsident Junge SVP Luzern

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