Wer stoppt die Nivellierung nach unten?
Immer wieder ist das Bildungsniveau an unseren Volksschulen Thema in der Gesellschaft. Dazu ein paar Gedanken: – Nach 9 oder sogar 10 Jahren Volksschule würde man doch annehmen, dass die Grundfähigkeiten Lesen + Schreiben in der Erstsprache sowie Rechnen von den Schulabgängern beherrscht werden. Doch dem ist offenbar gemäss Untersuchungen bei mindestens einem Drittel der Genannten nicht so! – Die integrative Schule – oft ohne Notengebung -, hat das Niveau trotz kleinerer Klassengrössen nach unten nivelliert. Lernschwache und kaum integrierbare Kinder werden sozusagen „mitgeschleppt“; zudem braucht es Begleitpersonen wie Psychologen, Soziologen und dgl., um die eigentlichen Lehrpersonen nicht komplett zu überfordern.
Werte wie Anstand und Respekt werden dem Nachwuchs zu Hause oft nicht mehr vorgelebt, weil vielfach beide Elternteile arbeiten und dafür kaum mehr Zeit bleibt. – Gleichzeitig wird der Schulstoff immer umfangreicher u.a. mit Frühfranzösisch /-englisch, Informatik u.a.. Dieser muss zudem in immer kürzerer Zeit unterrichtet werden (4,5 statt 5 Tage pro Woche, mehr Ferien, „Brücken“- und Jokertage etc.). – Der über Jahrzehnte sehr bewährte Frontalunterricht musste der oft ineffizienten Teamarbeit weichen.
Die vollständige Akademisierung der Lehrberufe (ab Kindergarten) hat zudem den früher praxisnahen Unterricht theoriesiert und der Schulstoff bleibt so oft viel weniger haften. – Gleichzeitig steigt der Anteil an Volksschulabgängern deutlich, die nachher den gymnasialen Weg einschlagen. Oft fehlen dann qualifizierte Jugendliche in den handwerklichen Lehrberufen! Fazit: Ein Umdenken der Politik punkto Volksschule ist dringend nötig. Die SVP hofft auf Sukkurs von anderen Parteien, um hier eine klare Verbesserung zu erreichen!
Robert Furrer,
eidg. + kant. SVP-Delegierter , Oberkirch
