Kadertagung in Emmen setzt starkes Zeichen für die Zukunft
Ein Höhepunkt der Tagung war das Referat von Franziska Ingold, Kommunikationschefin von Bundesrat Albert Rösti. Frisch, humorvoll und gleichzeitig sehr praxisnah berichtete sie zunächst über den Gesundheitszustand ihres Chefs, gab wertvolle Tipps aus ihrer beruflichen Erfahrung und zeigte Beispiele aus dem Alltag eines Bundesrates.

Die SVP Kanton Luzern hat an ihrer Kadertagung vom 30. Mai 2026 in Emmen eindrücklich ihre Geschlossenheit und ihren Gestaltungswillen unter Beweis gestellt. Unter dem Motto «Unser Image; Ein wichtiger Baustein für einen Wahlsieg» wurden die Weichen für die kommenden Wahlen gestellt. Kader, Mandatsträger und engagierte Mitglieder nutzten die Gelegenheit zum Austausch, zur Weiterbildung und zur politischen Standortbestimmung.
Parteipräsident Martin Wicki eröffnete die Tagung mit klaren Worten. Er kritisierte, dass Berichte über Hass, Zerstörung und politische Gewalt in den Medien oftmals nur dann grosse Aufmerksamkeit erhalten würden, wenn ein Bezug zur SVP hergestellt werden könne. Gewaltbereite und politisch motivierte Plakatzerstörungen würden hingegen vielfach als Begleiterscheinung eines Abstimmungskampfes verharmlost, obwohl es sich dabei um Sachbeschädigungen und Straftaten handle.
Wahlkampfleiter Marco Frauenknecht brachte die Teilnehmenden auf den neusten Stand der Vorbereitungen für die Wahlen 2027. Die politischen Themen seien seit Jahren dieselben, weil die Probleme weiterhin ungelöst seien. Sicherheit, Kriminalität, Soziales und Gesundheit, die zunehmende Islamisierung sowie die Wohnungsnot würden die Bevölkerung nach wie vor stark beschäftigen. Die SVP habe die Verantwortung, diese Entwicklungen offen anzusprechen und den Menschen die Realität aufzuzeigen, während andere Parteien Probleme beschönigten oder lieber gar nicht darüber sprechen würden. Als Bildungsdirektor von Kriens verwies er auf seine Erfahrungen aus einem Schulbesuch anlässlich eines Jubiläums. Dort hätten rund zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler keinen Schweizer Pass besessen. Diese Feststellung sei nicht fremdenfeindlich, sondern eine Realität und eine grosse Herausforderung für das Bildungswesen.
Auf die Frage nach möglichen Wahlallianzen erklärte Frauenknecht, dass eine Zusammenarbeit mit anderen Parteien derzeit wenig Sinn ergebe. Zu gross sei die Verweigerung vieler politischer Akteure, die tatsächlichen Probleme im Land anzuerkennen. Auch die Diskussionen über die Regierungsratswahlen sorgten für Gesprächsstoff. Intensiv wurde über mögliche Kandidaturen debattiert und spekuliert. Denkbar sei durchaus, dass die SVP mit einer zweiten Kandidatur antreten werde. Namen wurden keine genannt, vereinzelt jedoch leise geflüstert.
Ein Höhepunkt der Tagung war das Referat von Franziska Ingold, Kommunikationschefin von Bundesrat Albert Rösti. Frisch, humorvoll und gleichzeitig sehr praxisnah berichtete sie zunächst über den Gesundheitszustand ihres Chefs. Nach seiner Rückenoperation erhole sich Albert Rösti erfreulich gut. Spontan entstand die Idee, ihm aus Emmen ein gemeinsames Grussfoto zu senden.
Anschliessend vermittelte Ingold wertvolle Tipps aus ihrer beruflichen Erfahrung und aus dem Alltag eines Bundesrates. Gute Kommunikation bedeute nicht nur reden, sondern vor allem auch zuhören. Das komme beim Gegenüber meist besonders gut an und brauche oft lediglich etwas Geduld. Wählerinnen und Wähler würden keine perfekten Roboter wählen, sondern vertrauenswürdige Menschen. Deshalb ermutigte sie die Anwesenden, den Mut zu haben, nicht perfekt sein zu müssen. Der Vortrag wurde von vielen Teilnehmenden als Höhepunkt der Kadertagung bezeichnet.
Zum Abschluss stellte Martin Wicki die geplante Imagekampagne 2026 bis 2027 vor. Die Kampagne wurde mit grossem Applaus aufgenommen und soll die Werte sowie die Glaubwürdigkeit der SVP noch stärker sichtbar machen.
Die Kadertagung war hervorragend organisiert, bot zahlreiche spannende Impulse und wurde von den Teilnehmenden durchwegs positiv aufgenommen. Die Begeisterung war spürbar und viele freuen sich bereits heute auf den Kadertag 2027.































