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Medienmitteilung

MM Delegiertenversammlung vom 27.08.2026 in Grosswangen

Für die SVP ist klar: Nein zum Vegan-Zwang und Ja zur Eigenverantwortung. Die Ernährung der Bevölkerung soll nicht staatlich vorgeschrieben werden. Statt Bevormundung setzt die SVP auf Eigenverantwortung, eine leistungsfähige Landwirtschaft und verlässliche Rahmenbedingungen für Konsumenten und Produzenten.

SVP Luzern setzt auf Neutralität, freie Wahl beim Essen und einen starken Wirtschaftsstandort

Im Ochsen in Grosswangen fand die Delegiertenversammlung der SVP Kanton Luzern statt und hat die Parolen für die kantonalen und nationalen Abstimmungen vom 27. September 2026 gefasst. Im Zentrum standen die Neutralitätsinitiative, die Ernährungsinitiative, die Standortförderung sowie Fragen der öffentlichen Sicherheit und der Ladenöffnungszeiten. Die SVP setzt klare Schwerpunkte: glaubwürdige Neutralität, Eigenverantwortung, einen starken Wirtschaftsstandort, Sicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen.

Klares Ja zur Neutralitätsinitiative

Bei der Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität» fassten die Delegierten eine klare Ja-Parole.

Die Vorlage wurde von Walter Wobmann, alt Nationalrat SVP SO, erläutert. Wobmann stellte die Grundsatzfrage: «Neutral sein oder Kriegspartei werden?» Für Aussenminister Ignazio Cassis sei die Schweizer Neutralität eine angenehme Begleiterscheinung aus den Geschichtsbüchern, für Wobmann hingegen die wichtigste Versicherung für eine friedliche Zukunft. Gerade angesichts zunehmender internationaler Spannungen müsse die Schweiz ihre immerwährende und bewaffnete Neutralität bewahren. Auch bei der Sanktionspolitik gelte es genauer hinzuschauen. «Nicht nur Waffen töten», gab Wobmann zu bedenken. Moralismus führe zu Widersprüchen: Im eigenen Land schreie man nach humanitärer Hilfe, während man im Krieg gleichzeitig zulasse, dass die Zivilbevölkerung verhungere. Die SVP Kanton Luzern will, dass die Schweiz ihre bewährte Rolle als unabhängiger und neutraler Staat bewahrt. Die Delegierten stellten sich deshalb klar hinter die Neutralitätsinitiative.

Nein zur Ernährungsinitiative

Bei der Ernährungsinitiative beschlossen die Delegierten die Nein-Parole.

Die Vorlage war ursprünglich für eine kontroverse Vorstellung durch Franziska Herren, Mitglied des Initiativkomitees und Initiantin, sowie Markus Kretz, Präsident Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband, vorgesehen. Aufgrund einer kurzfristigen Absage von Franziska Herren konnten die Ja-Argumente der Initiantenseite nicht vorgestellt werden. Die Nein-Argumente erläuterte Markus Kretz.

Kretz machte deutlich: Die Bevölkerung lässt sich nicht vorschreiben, was auf den Teller kommt. Gleichzeitig stellte er das demokratische Vorgehen infrage: «Bundesrat sagt ohne Gegenvorschlag Nein, Nationalrat und Ständerat sagt ohne Gegenstimme Nein. Müssen solche Vorlagen wirklich vors Volk?» Für die SVP ist klar: Nein zum Vegan-Zwang und Ja zur Eigenverantwortung. Die Ernährung der Bevölkerung soll nicht staatlich vorgeschrieben werden. Statt Bevormundung setzt die SVP auf Eigenverantwortung, eine leistungsfähige Landwirtschaft und verlässliche Rahmenbedingungen für Konsumenten und Produzenten.

Ja zur Standortförderung Kanton Luzern

Bei der Vorlage zur Standortförderung Kanton Luzern fassten die Delegierten deutlich die Ja-Parole.

Die Vorlage wurde von Guido Müller, Kantonsrat SVP Luzern und Präsident der WAK, vorgestellt. Müller betonte: «Die Luzerner Wirtschaftspolitik brachte uns viel Wohlstand.» Die OECD-Mindeststeuer drohe jedoch, bestehende Standortvorteile wieder einzuebnen. «Das können und wollen wir nicht zulassen.» Ein attraktiver Wirtschaftsstandort schafft Arbeitsplätze, stärkt Unternehmen und Gewerbe und sorgt für Wohlstand und Steuereinnahmen. Für Müller gilt deshalb: «Nur wer Vorteile schafft, wird Schweizermeister.» Die SVP will Luzern als wettbewerbsfähigen Standort stärken und Unternehmertum fördern, statt neue bürokratische Hürden aufzubauen.

Nein zum Sonderkredit für die Kantonsschule Reussbühl

Beim Sonderkredit zur Erweiterung und Umnutzung der Kantonsschule Reussbühl beschlossen die Delegierten die Nein-Parole.

Die Vorlage wurde von Dr. Bernhard Steiner, Kantonsrat SVP Luzern, erläutert. Seine Schilderung war pointiert: Die Delegierten hätten meinen können, Steiner präsentiere ihnen ein Luxus-Tops-5-Sterne-Hotel. Grosszügige Räume, edles Holz, grossflächige Verglasungen, Wohlfühlräume und schönste Aussicht ins Grüne.

Doch es gehe um ein Schulhaus. Dieses soll zuerst 48 Millionen Franken und nun plötzlich 83 Millionen Franken kosten. Für FDP und Mitte könne es offenbar nicht genug kosten. Die SVP sagt Nein zu einem solchen Luxusbau, weil damit auch ähnliche Projekte in Zukunft unglaubwürdig würden.

Der Entscheid ist kein Nein zur Bildung. Gute Bildung braucht klare Ziele, gute Lehrpersonen, Disziplin und einen konsequenten Fokus auf den Unterricht. Bessere Bildung entsteht nicht automatisch durch immer teurere Schulhäuser, goldige Rechner oder gepolsterte Schulbänke. Entscheidend ist, was im Klassenzimmer vermittelt wird.

Ja zum Gegenvorschlag bei der Fan-Gewalt

Bei der Volksinitiative «Gegen Fan-Gewalt» und dem Gegenvorschlag fassten die Delegierten die Ja-Parole zum Gegenvorschlag.

Die Initiative wurde von Andrea Gmür, Ständerätin Die Mitte LU, erläutert. Gmür sagte, als Ständerätin vertrete sie auch gerne eine kantonale Initiative. Gleichzeitig meinte sie, die SVP sei doch sonst immer für eine scharfe Umsetzung. Hier würde sie auf der Seite der SVP stehen.

Den Gegenvorschlag stellte Mario Bucher, Kantonsrat SVP Luzern, vor. Für ihn ist die Initiative «zahnlos» und nütze nichts. Der Gegenvorschlag habe Teile übernommen und so ausgestaltet, dass sie Wirkung entfalten. Mario Bucher verwies auf die ID-Kontrolle: «Mit einer ID-Kontrolle am Eingang weiss man zwar, wer im Stadion ist, aber nicht, wo er ist.» Besonders deutlich sei die Haltung eines Luzerner Hooligans gewesen, der ihm gesagt habe, er stimme für die Initiative, «da passiere ihm am wenigsten.» Für die SVP ist klar: Gewalt und Ausschreitungen rund um Sportveranstaltungen dürfen nicht hingenommen werden. Der Gegenvorschlag nimmt die Klubs stärker in die Verantwortung und ermöglicht gezielte Auflagen bei Risikospielen.

Nein zum gelockerten Ruhetags- und Ladenschlussgesetz

Beim Ruhetags- und Ladenschlussgesetz fassten die Delegierten auf Antrag von Fraktionspräsident Rolf Bossart die Nein-Parole. Rolf Bossart bringt es auf den Punkt: «Wenn wir Nein sagen, nehmen wir die Luzerner Bevölkerung ernst.» Sie habe nicht zum ersten Mal für einen gemeinsamen freien Sonntag abgestimmt. Die SVP steht für faire Wettbewerbsbedingungen, einen starken lokalen Detailhandel und einen gemeinsamen freien Sonntag. Am 27. September sagt sie deshalb Nein zum gelockerten Ruhetags- und Ladenschlussgesetz.

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